Call for Papers

Is it Safe to „Let it Crash” in C++? ( Vortrag )

Erlangs "Let it Crash" Paradigma auf C++ angewandt

Referent: Christoph Woskowski, Zühlke Engineering GmbH
Vortragsreihe: Software Engineering Management
Zeit: 01.12.16 15:35-16:15

Zielgruppe

Entwicklung

Themenbereiche

Analyse & Design, Implementierung, Sichere Software

Schwerpunkt

Methode

Voraussetzungen

Grundlagenwissen

Kurzfassung

Die Fehlerbehandlungsmethode der Wahl der Programmiersprache Erlang ist "let it crash" - und genau das macht in Erlang geschriebene Software so robust. Was erst einmal wie ein Widerspruch klingt, ist bei genauem Hinsehen nichts anderes als ein Paradigmenwechsel. Anstatt Fehler die Aufrufkette hinauf zu reichen und zu hoffen, dass das Problem irgendwo behandelt werden kann, stoppt sich der betroffene Mini-Prozess in der Erlang-VM einfach selbst. Die Fehlerbehandlung besteht dann darin, sofort alternative Ersatzprozesse zu starten (hot replace) oder ggf. auch den Elternprozess zu zerstören und komplett andere Algorithmen zum Zuge kommen zu lassen. Dieser Vortrag zeigt, dass dieses Prinzip auch für C++-Programme anwendbar ist und bei gleichzeitiger Minimierung der Fehlerbehandlung sehr robuste Software ermöglicht.

Gliederung

Der Vortrag teilt sich grob in zwei Teile:

Teil 1 betrachtet die Möglichkeiten, die das "Let it Crash"-Paradigma in Hinblick auf robuste aber auch sicherheitskritische Software bietet. Die Basis hierfür ist ein Beispiel aus dem Patienten-Monitoring.

Teil 2 zeigt Ansätze auf, wie sich der "Let it Crash"-Ansatz in C++ implementieren lässt. Mit Hilfe einer kleinen Demo-Library lassen sich erste kleine Programme erstellen und mit der Umsetzung in herkömmlichem Stil vergleichen.

Nutzen und Besonderheiten

Die Zuhörer lernen, über den Tellerrand der "eigenen" Programmiersprache - in diesem Fall C++ - zu schauen und Lösungen, Idiome, Paradigmen und Pattern aus anderen (eher akademischen) Sprachen zu analysieren und ggf. zu übernehmen. Der Vortrag greift damit die Idee hinter der erfolgreichen Bücherreihe "Seven Languages in Seven Weeks" auf. Die zu erwartenden Diskussionen decken dabei mehr als nur die reine Entwicklersicht ab. Zum Beispiel ist die Frage, ob und wie ein Robustheitsparadigma für sicherheitskritische Anwendungen nutzbar ist, auch für Quality und Test interessant.

Über den Referenten

Christoph Woskowski ist Lead Software Architect für Embedded Systeme bei Zühlke und seit mehr als 7 Jahren im Unternehmen. Er verfügt über eine breite Erfahrung in der Konzeption und Umsetzung von Gerätesoftware. Er hat über viele Jahre in unterschiedlichen Rollen Projekte als Software- und Systemarchitekt begleitet.