Call for Papers

Unit-Test bis System-Test konsequent automatisieren ( Vortrag )

Vereinigung komplementärer Test-Technologien

Referent: Till Fischer, FZI Forschungszentrum Informatik
Vortragsreihe: Test & Qualität
Zeit: 01.12.16 10:35-11:15
Co-Referenten: Co-Autoren des Papers sind Prof. Dr.-Ing. Klaus D. Müller-Glaser und Prof. Dr.-Ing. Eric Sax vom FZI Forschungszentrum Informatik. Co-Referenten sind nicht vorgesehen.

Zielgruppe

Tester

Themenbereiche

Implementierung, Test & Qualitätssicherung

Schwerpunkt

Technologie

Voraussetzungen

Expertenwissen

Kurzfassung

Zur Absicherung eingebetteter Software sind nicht nur quelltextnahe Unit-Tests erforderlich, sondern auch Tests des Gesamtsystems, bei denen die Software als Black-Box betrachtet wird. Die Automatisierung dieser Tests zu vereinheitlichen erscheint schwierig, was vor Allem an sehr unterschiedlichen Anforderungen an die Testumgebung liegt: Auf Systemebene ist meistens elektrische Signalkonditionierung und die Simulation der Umgebung des Systems in Echtzeit erforderlich. Das entspricht dem Hardware-in-the-Loop (HiL) Ansatz. Für Unit-Tests sind feingranulare Softwaredetails relevant und es ist Ausführungskontrolle auf Instruktionsebene notwendig. Dafür kommt Codeinstrumentierung oder die Nutzung von Debug- und Trace-Schnittstellen der Prozessorhardware in Frage. Letzteres ist kompatibel zum HiL Ansatz, weil der Quellcode nicht angetastet wird. Doch welche Vorteile verspricht eine Kombination der Technologien? Im Vortrag wird das anhand einer neuen Lösung zur Testautomatisierung gezeigt.

Gliederung

* Stand der Technik: Es werden aktuelle Technologien zur Testautomatisierung auf der Zielplattform vorgestellt. Dabei wird insbesondere auf die ASAM XIL API, welche zur Automatisierung von Tests auf Systemebene eingesetzt wird, und auf herstellerspezifische APIs für Debug und Trace Werkzeuge eingegangen.

* Herausforderung: Die Verschiedenheit von System-Tests und Unit-Tests wird verdeutlicht. Es wird gezeigt, warum bei der Entwicklung von Tests mit aktuellen Technologien kein nahtloser Übergang möglich ist. Das Potenzial einer gemeinsamen Betrachtung wird aufgezeigt.

* Lösungsansatz: Es wird gezeigt, wie durch ein Test-Framework mit einer domänenspezifischen Implementierungssprache die Testentwicklung homogenisiert werden kann.

* Evaluation: Der Ansatz wurde am FZI Forschungszentrum Informatik im Rahmen von zwei ZIM Projekten zu einem Prototyp weiterentwickelt. Die Eclipse-basierte Lösung und Evaluation anhand von Fallstudien wird vorgestellt.

* Zusammenfassung

Nutzen und Besonderheiten

Die Teilnehmer erhalten einen umfassenden Überblick über aktuelle Technologien zur Testautomatisierung für eingebettete Software auf der Zielplattform. Eine Besonderheit ist, dass dabei mit HiL-Systemen und Debug-Werkzeugen zwei Technologien gemeinsam betrachtet werden, die meistens unabhängig voneinander eingesetzt werden. Der vorgestellte Ansatz liefert den Teilnehmern neue Impulse für die Entwicklung eigener Testlösungen und zeigt Möglichkeiten zur Verbesserung der Testprozesse auf. Durch die Präsentation eines Prototyps auf Basis des Eclipse Frameworks erfahren die Teilnehmer Details, wie sich entwicklungsunterstützende Werkzeuge anhand dieser frei verfügbaren Plattform realisieren lassen, und welche Technologien dabei noch nützlich sind. Die Teilnehmer erhalten damit einen realistischen Erfahrungsbericht zum Einsatz von Eclipse.

Über den Referenten

Till Fischer studierte Informatik am Karlsruhe Institute für Technologie (KIT). Seit 2011 ist er Wissenschaftlicher Mitarbeiter am FZI Forschungszentrum Informatik mit dem Ziel der Promotion. Seine Forschungsschwerpunkte sind der Modellbasierte Test eingebetteter Software und Modellgetriebene Softwareentwicklung. Praktische Erfahrungen zum Thema Testautomatisierung konnte er in mehreren Industrieprojekten sammeln.